28. Fraport Cup 2018


SV Münster stemmt drei Tage lang hochkarätig besetzte Juniorenturniere

Eintracht Frankfurt, Darmstadt 98, Kickers Offenbach, SV Wehen Wiesbaden, Waldhof Mannheim: Am Samstag, Sonntag und Dienstag gaben sich am Münsterer Mäusberg mal wieder die ganz Großen des Fußballs im Rhein-Main-Gebiet ein Stelldichein. Bei den hochkarätig besetzten Juniorenturnieren, die für den SV Münster dessen Jugendförderkreis organisiert, landeten aber nicht immer die vermeintlichen Favoriten vorn. Ganz vorn indes war einmal mehr der Gastgeber – in Sachen Größe und Qualität seines Großereignisses. Sieben Turniere mit rund 70 Mannschaften stemmte das sechsköpfige Organisationsteam des Jugendförderkreises um Sylvia Tautz. Dutzende Eltern von SVM-Juniorenspielern und viele Vereinsmitglieder packten bei der Veranstaltung mit an, die sich inzwischen in den „Fraport Cup“ sowie in den „H&L Anlagenbau Cup“ aufteilt. Die Erweiterung auf noch mehr Turniere und Mannschaften war auch deshalb möglich geworden, weil der SVM inzwischen neben seinem Naturrasen-Hauptfeld über einen
Kunstrasen verfügt. Auf dem einstigen Hartplatz hätte Tautz die Junioren kaum kicken lassen wollen. Die beiden Namensgeber für die Turniere sorgen durch ihr Sponsoring zudem für eine wichtige finanzielle Grundlage. „Nur mit den Einnahmen aus dem Brezelverkauf hätte ich Bauchschmerzen, die Veranstaltung durchzuführen“, lächelte Tautz am Dienstag. Was sie damit ausdrücken wollte: Die Ausgaben für die Veranstaltung wollen wohl kalkuliert sein und brauchen eine entsprechende Gegenfinanzierung. Mehr noch: Am Ende soll natürlich etwas für den Jugendförderkreis und damit für die Nachwuchskicker des SVM hängen bleiben. „Pokale, Medaillen, Süßigkeiten für die Spieler, Preisgelder – all das muss bezahlt werden“, zählte Tautz auf. Da sind neben dem Verkauf von Essen und Getränken weitere Einnahmen wichtig, etwa aus Werbebannern und eben der Namensvergabe. Hier bringt auch der zum zweiten Mal ausgetragene „Bodeneffekt Kindergarten Cup“, benannt nach der Eppertshäuser Firma von Ralf Schmidt, etwas in die Kasse. „Ich rechne immer in Brezeln um“, so Tautz mit Blick auf den traditionellen Brezelstand des Vereins bei den Turnieren am Mäusberg. Allein für die Einnahmen aus einem der Namensrechte müssten sie beim SVM ganz schön lange backen.
Zudem erhebt der Turnierveranstalter kein Startgeld und verlangt vorab aus organisatorischen Gründen auch keine Kaution, die Mannschaften andernorts bei ihrer Anmeldung überweisen müssen. Nachteil: Wie am Wochenende zum Beispiel bei den D1- und D2-Junioren machen sich manche Vereine das kurzfristige Fernbleiben dadurch leichter. „Bei den D-Junioren sind diesmal sechs Teams nicht gekommen“, ärgerte sich Tautz. Der SVM musste deshalb die Turniere von D1 und D2 zu einem zusammenfassen. „Manchmal wird da schon eine Frustgrenze erreicht“, gab Tautz zu. Und verriet weiter: „Jedes Jahr überlegt man am Ende, warum man es eigentlich noch macht. Dann schläft man ein paar Mal drüber und ist dann doch wieder ganz zufrieden. Dann ist der Frust wieder einigermaßen vergessen.“ Bericht von Jens Dörr


Ergebnisse Fraport Cup 2018

D-Junioren-Fraport-Cup-2018

G-Junioren-Fraport-Cup-2018

E2-Junioren-Fraport-Cup-2018

E1-Junioren-Fraport-Cup-2018

F-Junioren-Fraport-Cup-2018

Bilder vom 28.04.2018

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Bilder vom 01.05.2018

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